Projektionen Kinogespräche
Männerbilder
18.08.2026
Männlichkeit befindet sich in einer Krise. Diese Erzählung ist so alt wie hartnäckig. Während im Netz aktuell ein Kult der Hyper-Maskulinität sein Unwesen treibt, verhandelt das Kino vielfach Fragen, die patriarchale Gewalt, emotionale Manipulation und dysfunktionale Beziehungen betreffen. Während weibliche oder queere Emanzipation über eine relativ klare Erzählform verfügt, scheint es dem Kino allerdings schwerer zu fallen, eine populäre Entsprechung für die Emanzipation männlicher Figuren zu entwerfen. Ob nun toxisch/böse oder gesund/gut - wieso klammern sich Filme so sehr an das Klischee des außergewöhnlichen Mannes? Wie die digitale Männlichkeits-Propaganda sich in ihrer Ästhetik auf das Kino bezieht und warum es Männer nicht gewohnt sind jenseits von Härte, Unnahbarkeit und Abgründigkeit angeblickt, gezeigt und wahrgenommen zu werden - darüber diskutieren Marcus und Benni.Bennis Artikel zum Thema im Filmdienst: https://www.filmdienst.de/artikel/81070/neue-bilder-von-mannlichkeit
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Benjamin Johann
Benjamin Johann (*1988) machte seinen Master in Theater- & Medienwissenschaft und Ethik der Textkulturen. Wenn er sich nicht in Filmen, Büchern oder Musik verliert, dann beim Laufen. Mittlerweile arbeitet er als freier Autor.
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Bianca machte ihren Master der Theater-, Film- und Medientheorie an der Universität Wien und La Sapienza – Università di Roma. Heute arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin.
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Julia Weigl entdeckt hauptberuflich Filme als Programmerin fürs Filmfest München. Wenn sie keine Filme auf kleinen oder großen Screens schaut, sitzt sie gerne im Theater.
Marcus Stiglegger
Prof. Dr. Marcus Stiglegger ist passionierter Cinephiler, ist Film- und Kulturwissenschaftler an internationalen Hochschulen.
